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Eine gute Freundin hat ihre letzte Reise angetreten

Liebe Irmi!

Worte sind hier zu wenig - ich fühle ganz arg mit dir.


Ein guter Hund stirbt nie -
er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift
und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand
wie in alten Zeiten.
(Mary C. Davies)
 

Wir sind immer noch völlig geschockt von der Nachricht.

Nach 5 Jahren gemeinsamen Glück, unvergesslichen Erlebnissen, neu entdeckten Wegen, Spaß, Freude und Verbundenheit ist Franka auf ihre letzte Reise gegangen.

Wir werden sie nicht vergessen. 

 



 


Tierheim Feucht braucht Unterstützung

Schützen wir unsere deutschen Tierheime...vor allem die Guten!

 

Mit einer Unterschrift können sie aktiv dem Tierheim Feucht helfen, daß akut durch einen Bebauungsplan in direkter Umgebung gefährdet wird.

http://www.tierheim-feucht.de/petition/

(18. Mai 2010)




 

 

Gekämpft

 

und doch verloren.

 

Ein kleiner Engel ist heute morgen auf die letzte Reise gegangen.

 

Liebe Ilka wir tragen dich in unseren Herzen.

(14.05.2010)




Ungelogen...

...aber schier unglaublich!

Zum letzten Training kam Conny, für ihre Verhältnisse untypisch, auf letzten Drücker angestaubt (da gab es noch keine Sintflut, sondern es herrschte eine aprilianische Dürre).

Das liebe Auto...der zweite und der vierte Gang wollten nicht mehr...und nicht nur bei Frau...sondern auch bei Mann! 

Montags gings in die Werkstatt.

Ein Anruf dieser, ein wenig später, begann mit den provokanten Worten: "Das Auto kann eigentlich nichts dafür!" Können sie sich vorstellen, dass Frau hierauf ausgelöst un-freundlich reagierte?

Aber auch Frau oder Mann konnten nichts dafür. Keine Zehenlähmung, kein Un-vermögen. Nein!

"Ob ihnen ein Kauknochen fehle?" War die nächste gut gemeinte Frage. Aber auch mit dieser stoss man(n) nicht auf freudige Reaktion. "Was diese Frage solle..."

Tja - die Schaltung sei nicht kaputt, nur blockiert - durch einen KAUKNOCHEN!

Man stelle sich mal vor: Ein kleiner Marder, dieses süßes Nagetier. Stemmt so eine gewaltige Hundekaustange, schleppt sie liebevoll gen Mondeo, manövriert sie taktisch ausgefuchst durchs Bodenblech und drappiert dann, um jegliche Flucht der Beute zu vermeiden, diese ausgeklügelt ins Getriebe.

Ja, ist denn heute schon 1. April? Nein.

Tatsache ist, im Hause Spöttl gehts selbst den Mardern derart gut, daß sie Knochen erstmal bunkern.

01. Mai 2010 - Tag der Arbeit...


Schneeprinzen...








(05.02.2010)




Der Schnee hat den Platz fest in seinen Klauen...


Platzverhältnisse, 01.02.2010



Die Schneekönigin und etwas mehr Köttel als sonst...



Der Weg zum Platz ist derzeit nicht befahrbar!

 

Der Fußmarsch setzt Trittfestigkeit und Abenteuerlust voraus, da an manchen Stellen, die Schnettiefe von knöchel- zu knietief übergeht (fließender Übergang!!!). Der Rückweg zum Auto bleibt auch spannend, da nach 15 Minuten die eigenen Spuren im Schnee bereits verweht sind... 




Immer wieder donnerstags...


...schlägt das Wetter Capriolen...Dieses Mal starker Schneefall und Schneeverwehungen.

 

Pünktlich um 17 Uhr wollte ich starten. Mit Allrad war der Platz noch gut zu erreichen. Der gelegten Spur folgten drei mutige Fahrerinnen. Am Platz angekommen beschlich mich ein ungutes Gefühl...ob ich gegen 21 Uhr hier wohl wieder weg kommen würde???

 

Dachte mir, parke ich doch besser gleich um. Aus geplanten 5 Minuten - Auto rauf zur Straße und den Weg zum Platz zu Fuß zurück - wurden schweißtreibende 3,5 Stunden.

 

 


Denn bereits 5 min nach meiner Ankunft, kam ich genau noch die Hälfte der Strecke zurück, bevor ich den Sieg einer Schneewehe überlassen mußte. Während vier tapfere Frauen mitkämpften, um das dicke Hauptmobil wieder gen Platz zu schubsen, fuhren leider weitere in ihr Verderben.

 

Ohne Werbung machen zu wollen - einzig ein kleiner KIA konnte befreit werden und dank eilends angereistem Ehemann (vielen, lieben Dank Stefan!!!)  zurück auf die Straße geschaufelt, geschoben und mit Glück gefahren werden. Dann ging nichts mehr. Ein Versuch zu Fuß in die andere Richtung scheiterte ebenfalls durch diverse, knietiefe Verwehungen.

 

Während ein paar Einsame ihre Hunde im herrlichen Schnee toben lassen konnten, da sie glücklicherweise zu Fuß zum Platz gelaufen waren, wurde draussen auf dem Feld viel Schweiß und Gummi vergossen, geschoben und gezerrt.

Ein unglaublich hilfsbereiter Vater, der mit seinen beiden Kids unterwegs war, half ohne großes Trara und befreite mit vollem Einsatz zwei weitere, festgefahrene Autos. Dann ging wirklich nichts mehr.

Dank Elisabeths Allradmobil - daß als einziges noch die unendlichen Schneetiefen überwand, konnten wir ins nächste Dorf, um dort einen Bauern zu bitten, ob er uns mit seinem Traktor zur Hilfe eilen könnte.

 

Und dieser wunderbare Herr Paulus tukkerte 15 Minuten später herbei, pflügte die Straße frei und hiefte dank Seilwinde die letzten, zitternden Frauen auf die Straße zurück.

 

Diesen Donnerstag werde ich wohl nie in meinem Leben vergessen. Ein Training der ganz anderen Art!

Unvergesslich wird mir aber nicht das Chaos bleiben, sondern der Zusammenhalt , die Hilfsbereitschaft, das gemeinsame Kämpfen.

Wie heißt es so schön: einer für alle, alle für einen.

Danke an alle, die mit ausharrten, die schoben und Schweiß vergossen und die Mut zu sprachen! (28.01.2010)



Bewegendes und Bewegtes

Ich habe besorgte Anrufe und eine "Vermisstenmeldung" erhalten, deshalb will ich euch erzählen...das Schweigen erklären.

So sind wir in dieses Jahr gestartet:

 

  • Ein Anruf, der eine Moment und ein Hund läuft in ein unausweichliches Schicksal...wir haben noch keine neuen Nachrichten, tragen die Sorge in uns, fragen uns täglich, ob der Überlebenskampf  gewonnen werden konnte...(18.1.2010: Ja, er wurde gewonnen. Lädiert, aber mit einem unglaublichen Willen zu leben. Wir freuen uns unsagbar!!!)
  • Eine Katze auf einem Baum, hoch oben, wir können nicht helfen, aber wir fragen uns, hat sie den Weg in die warme Sicherheit vom Baum gefunden? (15.1.2010 - nach sagenhaften DREI Tagen, konnte der Stubentiger vom Baum gerettet werden.)
  • Ein anstrengender Nachtdienst, der Weg zum Auto, ein Handy auf Empfang schalten und beim OK drücken ein salopper Wurf - direkt in den nächsten Gulli (Ich sollte dieses Jahr Lotto spielen - was für ein Wurf!) - 250 Telefonnummern, Termine, Geburtsdaten - alles weg!
  • Das Glück mit allen Rentnern ins neue Jahr gekommen zu sein und plötzlich ein kleiner Klaus der heiser tönt, am Tag darauf erbricht und dann fürchterlichen Durchfall entwickelt und uns 2 Tage in Atem hält.
  • 4 weitere Häuptlinge, die sich zu sehr um den kranken, alten Klausi gekümmert haben und Hände mit Schwimmhäuten bei Frauchen. 17.1.2010 leider läutete Billie heute eine neue, zweite Runde ein...
  • Ein toter Hund an der Laaber, der Popo halb weggenagt. Aufmerksame Menschen die sich kümmern, bei Polizei und im Tierheim nachfragen, doch niemand vermisst, diese Seele. Ein Bild im Kopf, daß sich nicht löschen läßt. Die Erde zu hart, um ihn wenigstens in Würde zu beerdigen.
  • Anstehende Prüfungen und langsam steigender Lern-Druck
  • leider (immer) noch keine ernstzunehmenden Interessenten für den kleinen Emil oder Shiba

"Alles was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER."

Und deshalb starten wir am 14.01. auch endlich wieder mit dem Training und wir freuen uns auf euch und die Mäuse und gemeinsame Stunden!




Liebe Hundefreunde und -innen!

 

2010 - das neue Jahr ist gerade erst ein paar Stunden jung. 

 

Zeit noch einmal zurück zu blicken...ich bastle noch an einem Gesamt-Jahresrückblick. Er wird folgen.

 

So wie das vergangene Jahr über, so war auch sein Ende turbulent...

 

Ich möchte an dieser Stelle schon einmal aufrichtig Danke sagen. Danke an Weggefährten, Freunde und Bekannte, die meinem Herzen immer wieder Sonne schenken.


 

 


Allen voran meiner Frau Doktor und ihrem Team. In den besten Händen sind meine Schützlinge bei ihr. Wir fühlen uns ihr tief verbunden. Einiges konnte gemeinsam erreicht werden, kleine Träume - die bitterarme Schnuppernasen in sichere, warme Betten, in ein Traumzuhause geleiteten - wahr werden.

 

Ein tief empfundener Dank an Angelika von Cats&Dogs in Wenzenbach, die Ideen hat, diese umsetzt und dabei immer notleidende Tiere in ihrem Herzen trägt.

Danke von den Häuptlingen im Speziellen, die sich erneut über viele wunderbare Dinge aus ihrer Hand in diesem Jahr freuen durften.



Danke an Heinke und Bastian, die so vieles im Bescheidenen tun. Durch ihren unglaublichen Basteleinsatz haben sie massgeblich zu einem Traumerlös von 805.- Euro für Schnuppernase e.V. am langen Weihnachtssamstag in Wenzenbach beigetragen!

 

Danke an Gugi - die ihr Patenkind seit einem halben Jahr liebevoll unterstützt und uns zu Weihnachten - Mensch wie Hund - extrem köstlich beschert hat. Ich weiß nicht, ob in Punkto Molly ein Danke das richtig Wort ist...aber Danke Gugi - für einen Traumplatz auf Lebenszeit bei euch!!!


 

 

 

 

 


Ein besonderes Dankeschön geht an Beate und Tom - die immer wieder in ihrer Hundeschule für uns sammeln - Decken, Halsbänder, Futter und Co.. Trotz der Nähe unserer Hundeschulen zeigt sich, daß man Zusammenarbeiten kann, vor allem, wenn es um Hunde in Not geht. Das es Vieles gibt, was über falschem Neid und Egoismus steht. Danke, Menschen wir ihr sind wirklich wunderbar!

 

Ein wehmütiges Danke an Andrea, die Bilbo Cicis Nachlass zugute hat kommen lassen.

  

Danke an meine Freunde - für Verständnis in Zeiten, in denen die Zeit fehlt. Für offenen Ohren, wenn ich schier am verzweifeln bin, ob der Grausamkeiten die Hunden immer wieder angetan werden. Für Hilfe, wenn die Last alleine gerade zu schwer zu tragen ist.



Danke an alle, die sich angesprochen fühlten, die hier ihren Traumhund entdeckten und sich für ein Leben mit einer armen Second-Hand-Schnüffelnase entschieden. Ihr seid es letztendlich, die mich schlafen lassen. An diesen Geschichten teilhaben zu dürfen gibt mir Kraft. Wann immer ich z.B. Nicole mit ihren beiden Buben und "meiner" Sternschnuppe Dinos erlebe, läuft mir Balsam über die Seele.

 

Dank auch nochmal an alle Helfer am Tag des Hundes und die treuen Kunden, die bei Wind und Wetter da waren. Danke für euren Einsatz, eure Bemühungen und eure Unterstützung!



Euch allen und auch allen anderen wünsche ich von Herzen ein augenblickreiches, spannendes, erfolgreiches, glückliches, gesundes, zufriedenes, neues Jahr - 2010!

 

Schauen wir, was es für uns bereit hält!!!

Am besten gemeinsam.

 

 

 

 

"Augen-Blicke, in ihnen heilt die Seele"



"Alles, was du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein, aber es gibt deinem Leben einen Sinn und macht es wertvoll!" 

 

Das hat mir die liebe Carina geschickt - das Motto, der Motor für 2010.





 

 

"Love doesn´t exist in gazing at each other, but in looking outward together in the same direction." 

Antoine de Saint Exupéry



 

 

 

"Zeige mir deine Freunde und ich sage dir wer du bist."

Syrisches Sprichwort

 

 

 

 

 

 

 




Abschied von einem Freund


Lieber Cici!

 

Vor gut einem Jahr haben wir uns kennengelernt.

Meine Begeisterung für Senioren wurde von dir mit einem umwerfenden Charme belohnt. Kleiner, smarter Italiener, schon beim Kennenlernen ein echter Opi, alt und gebrechlich, aber mit einer Ausstrahlung, die einen unweigerlich in den Bann zog.

 

Begegnungen, die unvergessliche Spuren hinterlassen haben:


Der Moment, wenn du mit torkeligem, unsicherem Schritt und einem hinreissenden Lächeln im Gesicht auf einen zugestürmt kamst. Deine kleine Schnuppernase, die bis zum letzten Augenblick Schnäppchen jagend immer im Wind suchte. Deine Lust Frauchen überall hin zu begleiten, auch wenn manchmal schon die Kraft dazu fehlte. Dein unschlagbares Talent, gemütlichen  Momenten auf der Couch eine persönliche Duft-note zu verpassen.

Kleiner Cici! Wir werden dich nie vergessen, in unserem Herzen hast du einen festen Platz.

 

Liebe Andrea, liebe Birgit!

Mein Respekt gilt euch, die ihr den Freund bis ins Alter begleitet habt.

Euch beiden, die keine Mühe, keine Anstrengung  gescheut haben. Anfälle, Inkontinez, seine Unlust alleine zu bleiben - ihr habt mit ihm gelebt und anderen vorgelebt, wie man mit einem Freund bis ins Alter einen gemeinsamen Weg geht. Einen gemeinsamen Weg, bis zu einem würdevollen, friedlichen Ende.

Danke, daß ich mich verabschieden kommen durfte.

Wir sind in Gedanken bei euch.

(November 2009)




Herbst-/ Winterkollektion "Mel-a-mi" 2009

Mäntel für den eigenen Zweibeiner können direkt bei Melanie Riepl bestellt werden!

melanie.riepl@uki.at

Hierzu benötigen sie lediglich Rückenlänge und Bauchumfang.

Alles weitere direkt bei Melanie erfragen - Viel Spaß!




Version "Willi"



Version "Mischa"



Version "Cuba" - die leider hüftfrei war...so daß kurzerhand Version "Klausi" daraus wurde.



Was macht eine begnadete "Schneiderin", wenn sie sich im fernen Österreich, ohne ihren Mann und die geliebten Hunde, abends langweilt?

 

Sie entwirft eine wunderbare Kollektion kuschelige, warme Wintermäntelchen für unsere Senioren und Rentnerinnen.

 

Liebe Melanie!

Die Häuptlinge danken dir von Herzen.

Nicht nur, daß sie warm durch den Winter kommen werden, nein, sie sind Dank dir auch ein absoluter Blickfang, wo immer wir unterwegs sind.

 




Mit 66 Jahren...


...fängt Hannos Leben an.

Ein bitterarmer, alter Mann - gebrochen und voller Schmerzen stieg am Montag in Schweinfurt zu mir ins Auto.

Unzählige Narben, Bisswunden, Hämatome - am Hals zieht sich ein Erguß bis unter die Achseln. Der Bauch trägt etliche Lipome, das Größte sitzt in der Flanke. Die Augen trüb, das Gehör schon etwas schwer erreichbar, die Hinterbeine massiv athrophiert, linke Hüfte eingeschränkt beweglich.

Steigt ein und ergibt sich seinem Schicksal - freundlich, geduldig und dankbar.


Tag 3 mit Herrn Hanno im Haus...
Wie von selbst fängt man Udo Jürgens Gassenhauer das Pfeiffen an, sieht man dem Bären bei seinen Runden zu...
die Steifheit weicht langsam aus den Gelenken, erste lustige Hüpfer werden auf wackeligen Beinen choreographiert - 
Mann freut sich über alles und jeden - Rudelmitglieder, Zaungäste, Leckereien, Kuscheleinheiten - schläft im Anschluß Stunden,
gewinnt Vertrauen, zu uns, zu den anderen Hunden, zu Freunden.
Und Hannos Augen lächeln...mit 66 Jahren...da hat man Spaß daran! (18.9.09)






Aktuelles aus Griechenland

Drei tapfere, unglaubliche Menschen kämpfen sich gerade in diesem Moment, für den Verein Schnuppernase e.V., in einem griechischen Tierheim durch Not, Krankheit und viele Sorgen.

Wunderbare Menschen haben sich im Vorfeld dieser Reise bereit erklärt, daß Wagnis einzugehen, stehen bereit, haben sich für "ihren" Hund entschieden.
Doch das Leben läuft immer anders.

Familie Schuh wartet auf Mandy - aber die Schäfermädels sind nicht mehr da.
Familie Spitzner wartet auf "irgendeinen" Pflegehund, denn Babs hat ein Zuhause gefunden.
Mein Herz schlägt für Heaven, er ist schwer verletzt. 
Die Rentnergang wartet auf Mimi, aber auch er ist nicht mehr da. 
Ein kleiner Hund kam ums Leben - sein Bruder wird an seiner Stelle am Mittwoch ausreisen. 
Statt der großen Hunde, müssen als Erstes die Zwerge fliegen, die sonst gar keine Chance haben.

Das, was die drei Kämpfer vor Ort leisten ist in Worte nicht zu fassen. Ich denke ständig an sie. Möchte nicht in ihrer Haut stecken. Hoffe, daß ihre Herzen heilen werden.
Aber auch das, was die wartenden Menschen hier bereit sind mitzugehen, trage ich in meinem Herzen.



Vor Augen halte ich mir die, die gerettet werden.

So wie Willi. Im Mai als Welpe aus einem Auto geflogen, landete er geschunden und mit gebrochenen Herzen im Tierheim.
Der kleine Mimi hat ihm die Chance vererbt, die er mit viel Witz, Esprit und Tatendrang nutzt.
(10. August 2009)



Lange nichts Neues...

...oder - wie immer wenig Zeit zum schreiben.
Es gibt viel zu erzählen - volle Wochen, wie immer volle Tage.
Lustiges, wie Bewegendes.

Felix ist angekommen und hat schon s-eine Familie im Sturm erobert...
Meine beste Freundin hat geheiratet und ich durfte sie als Trauzeugin begleiten - ein harmonischer, wunderschöner Tag...
Einen berufliche Beförderung, die mich fordert...
Ein kleiner Bilbomann, der immer wieder nicht pieseln kann...
Mein alter Choise, den ein großer epileptischer Anfall aus der Bahn wirft...

und dann kam da Freitag, der Dreieinste...




Freitag, der Dreieinste

Es gibt Geräusche, die mein Gehirn derart triggern, daß es mich aus der tiefsten, schönsten Traumblase reißt...


Freitag der 31.7., genau ein Monat nach Luigis erstem Geburststag, werde ich von einem der Schlüsselreizgeräusche wach - würgen!


Licht an, Übel-täter identifiziert - mit Klein-Lui auf dem Weg nach draussen. Auf der Treppe von oben nach unten ein Schreckmoment, der Kleine strauchelt, schlaftrunken, wie ich anfangs denke. Doch auch auf der Treppe ins Freie meine ich Gangunsicherheit wahrzunehmen und eine erste Flut von Adrenalin - die nach Angst riecht - jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken. 
Der Jungspund sucht sich Gras, findet, frisst, erbricht, legt sich matt nieder. 
Eine zweite Welle, undefinierte Angst, die zunehmend Besitz von mir ergreift.
Will mit ihm zurück ins Haus - Luigi kommt mit den Hinterbeinen nicht richtig hoch. Angst, die zu Panik wird.

In knapper Schlafanzugmontur packe ich meinen Zwerg ins Auto. Der Rest der vierbeinigen Familie wirkt verstört. Gartengang um die Uhrzeit?
Knappe 10 min später sitze ich im Auto und fahre mit der aufgehenden Sonne gen Nürnberg. Gedankenkarusell im Kopf.
"In lebensbedrohliche Notfällen steht ihnen ein Arzt in der Nacht zur Verfügung!" erzählt mir der Anrufbeantworter der tiermedizinischen Klinik. 
Ist es das - ein lebensbedrohlicher Notfall? Wenn nicht? - Und wenn schon???
Im schlimmsten Fall werde ich mit einem Vermerk auf weibliche Hysterie im PC abgespeichert oder uns beim nächsten Mal nicht mehr sofort geöffnet...

Knapp 25 min. später - wird uns geöffnet. Lui hat wieder etwas mehr Stabilität in den Beinen. Der Darm ist aufgegast, ihm wird erneut übel. Ein Röntgenbild zeigt einen stark erweiterten Darm - Darmverschluß? Das weitere Procedere wird besprochen. Kontrastmittelgabe, Ablauf überprüfen - ich muss ohne mein Herzblut heimfahren. 

Der Moment in dem es mir das Herz zerreißt. Rede ihm gut zu, daß er mit dem netten jungen Arzt, der sich rührend kümmert, hinter einer Tür verschwindet - die ihn vorerst von mir trennen wird.
Die ganze Heimfahrt begleitet mich dieses Bild. Diese fragenden, ängstlichen Augen. Ich flehe innerlich, daß dies nicht unser letzter Augen-blick war...

Eine Sintflut geleitet mich gen Regensburg. Von der Uhrzeit her kann ich meine Tierärztin informieren. Sie wird uns unterstützen. Wird Kontakt halten zu der Nürnberger Klinik, wird mich informieren. 
Ich halte es zuhause nicht aus. Muss in Bewegung bleiben. Überfalle eine gute Freundin - denn auch nur mit guten Freunden steht man so eine Zeit durch. Wir gehen spazieren. Erste Nachrichten laufen ein.

Luigi ist auf die Kontrastmittelgabe hin eingebrochen. Das Gangbild hat sich dramatisch verschlechtert - neurologische Ausfälle an allen vier Extremitäten, der Kreislauf macht schlapp - Gesamtbild sehr kritisch. 
Das erste Mal, daß ich bei meiner lieben Frau Doktor ein Zittern in der Stimme höre. Traue mich nicht nachfragen...
Der Magen des kleinen Prinzen wird auf den Kopf gestellt, eine detailierte Inhaltsangabe an mich übermittelt. Ich stutzte bei der Beschreibung "und etwas, das wie ein weißer Silikonschlauch ausschaut". Aktuell wird eine schwere Vergiftung vermutet - die neurologischen Symptome sind weitreichend.

Silikon? Kann ich mir nicht erklären. Suche das Haus mehrfach ab, Garten, Hundeplatz. Weitere Stunden, weiter keine guten Nachrichten.
Ich packe den Rest der Familie, um auf den Hundeplatz zu fahren.
Was auch immer mein Stammhirn auf dieser Fahrt dazu bewogen hat, diesen Blitzgedanken freizugeben, plötzlich ist er da: SCALIBOR HALSBAND.
Ich rase hoch - reiße die Türe auf - es kommen nur drei Brüder in Frage und bei Rico werde ich fündig, bzw. nicht...
Am Vorabend war noch groß bürsten und scheren angesagt. Da hatte Rico sein Halsband noch und nun ist es weg.
Ohne weiter zu denken rufe ich in Nürnberg an, stammle meine Befürchtung.

Weitere Stunden und dann endlich ein erster Lichtblick. Mein Held stabilisiert sich!
Eine bange Nacht mit wenig Schlaf und vor allem ohne unseren Schatz.
Cara sucht immer wieder nach ihrem Luigi. Schaut ihn sein Bett, saust zum Auto, zurück zum Bett.
Aber er ist nicht bei uns.
Mein Lichtblick ein lieber, uns bekannter Mensch hat vor Ort Dienst, gibt uns nachts Zuversicht, wo nur Angst ist.

Am Morgen dann gute Nachrichten, Luigi ist über dem Berg. 
Dass er eine ihm bekannte Borderhündin angezickt hat, ist für unseren Testosteronbruder allerdings untypisch - ob er wohl bleibende Nasen- oder Augenschäden davontragen wird? Genau betrachtet blutet mein Herz schon wieder - wie durcheinander muss er sein. Er, der Charmebolzen in Person.
Mittags die erleichternde Nachricht. Dank unserer guten Seele von Tierärztin, die die Weiterversorgung ab heute sicher stellt, darf ich meinen Buben um 18 Uhr abholen.
Bange Minuten vor Ort, die unendlich wirken. Dann kommt er auf mich. Läuft mit hängenden Ohren, wirkt teilnahmslos, verstört. Ein kurzes Wedeln. Mir schnürt es die Kehle zu.
Am Auto wirkt er kurz, als würde der Geruch vertraute Gefühle auslösen - aber nur kurz.
Fahren durch gen Tierarztpraxis. Überall große Erleichterung. 
Zuhause knurrt er die Brüder und Schwestern an - alles freut sich, aber Lui "ist noch nicht da". Kann all das nicht einordnen, reagiert schwer verunsichert. Über die Schonkost freut er sich dann doch, schmust danach ausgiebig. Taut ein bisschen gegenüber seiner Cara auf.

Die folgenden Tage - Infusionen, langsames Ankommen, langsame Stabilisierung - körperlich, wie im Verhalten.
Und bei mir? Dankbarkeit, unbeschreibbare Dankbarkeit.
Dankbarkeit an einen Gott an dem ich zweifle, Dankbarkeit für Weggefährten, Zuhörer, gute Worte Spender, gedrückte Daumen, Verständnis, Mitgefühl und echte Freunde.

Spannend finde ich, das ich Luigis Geburtstag vor nicht langer Zeit auf just den 31.7. vertan hatte (gell Katrin...) und nun, nun werden wir den 31.7. feiern und das hoffentlich noch viele, viele Jahre!




Jetzt wird´s endlich wieder Sommer...





Es gibt Tage...


...da schlägt mein Herz Purzelbäume!!!

Danke, an einen sehr lieben Menschen, der meinem Herzen heute einen kleinen, aber sehr schönen Stich verpaßt hat und mir dieses Bild geschickt hat...und auch noch lecker Leckereien für die Häuptlinge an Bord hatte.

Danke an Melanie, Andreas und Petra - die sich immer wieder sehr lieb um Alltägliches, aber durchaus nicht Selbstverständliches kümmern und nochmal herzlichen Dank an Melanie, die nach drei schweißtreibenden Stunden Agility die "Pause" bis zum Hundeführerschein mit Kuchen backen verbrachte, um uns allen einen leckeren Tagesabschluß zu bescheren.
Einen Grinsedankeschön von den Häuptlingen an ihre Nicole - die beste Thunfischkeksebäckerin vonna Welt (O-Ton Klausi)!




Ein Riesengroßesmegadankeschön geht an Gugi und ihre Tochter Kerstin, die eine Patenschaft für den süßen Felixspatz übernehmen.




Und dann gibt es noch ein Monstermegadickesherzensdankeschön an Martina für eine sms...
Sie und ihre Familie wagen das Abenteuer und werden im August für Mandy das Sprungbrett ins Glück.

Ich kann nicht sagen, was es mir bedeutet ausgerechnet eine der Schäfermädels und noch dazu eine dieser bitterarmen Kettenhunde im Glück zu wissen. Danke, Danke, Danke!!!



Menschen wie ihr sind unbezahlbar - ich bin sehr glücklich, euch zu kennen und an meiner Seite zu wissen.
Fühlt euch von Herzen umarmt!

"Von allen Dingen, die das Glück des Lebens ausmachen,
schenkt die Freundschaft uns den größten Reichtum." (Epikur)
(28.6.2009)



Auf Wiedersehen, liebe Anne...


 


Wieder ein Abschied
immer geht ein Teil von uns mit
große Augen
blicken erwartungsvoll gespannt
angst- und schreckenlos
in eine Zukunft die unscharf
ein Gegenüber wird
erster Kontakt
zaghaftes anschmiegen
vorsichtiges Kennenlernen
die richtige Wahl getroffen
Liebe auf den ersten
und auch zweiten Blick
Vertrauensvorschuß
für eine reine Seele
Hoffnung, Wünsche, Glauben
gehen mit auf die Reise
ein letzter Blick
Kofferraumaugen in denen
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
sich spiegeln. (AH, 22.6.2009)




Ein Tag so schön...


Worte, Zeilen, ein Aufruf - die Hoffnung Menschen zu erreichen.
Unendliches Warten, bange Ungewissheit.
Und dann mal wieder ein kleines Wunder genau zum richtigen Zeitpunkt.
Der richtige Mensch liest diese Zeilen und sie erreichen genau das Herz, finden ein offenes Ohr.
Genau der Mensch meldet sich und hat
den Mut - sich in ein Abenteuer zu stürzen
die Zeit - sich einer geschundene Hundeseele anzunehmen
die Kraft und den Willen diesem geschundenen Wesen Liebe, Leben und Lachen zu vermitteln.
Die Gerettete ist Linda (jetzt Lotta), der Engel heißt Sabrina.
So ein schöner - wunderschöner Tag.
(05.06.2009)


Angekommen...ob das nur ein Pflegeplatz ist???



Bilder in meinem Kopf...

Manchmal passieren Dinge, leider so schnell, das Frau keine Kamera in der Hand hat.
Aber in meinem Kopf bleiben sie - 
und zaubern mir noch Tage später ein Lächeln ins Gesicht
und herzhafte Pruster in den Bauch.

"Karls Kampf"
Aus dem Flur ist ein Gegrummel und Gebrummel zu hören. 
Schleiche mich zur Türe und breche fast zusammen...
Karl liegt in seinem Körbchen, auf seinem Deckchen und kämpft...
gegen die zwei Jungspunde (Luigi und Dinos), die im jugendlichen Wahn gefangen,
gerade jeder, an einem Zipfel ziehend, versuchen
Karlchen sein Deckchen unter dem Bauch wegzuzerren.
Und Karl darauf, steif und eisern - 
mein Deckchen bleibt in meinem Bettchen.

"Lukas Kostprobe"
Eine Pizza, frisch duftend liegt auf dem Tisch, während Frauchen zum schrill klingelnden Telefon eilt...
eine Vegetarische, klar, aber was solls...
Elegant, wie sich Meister Lukas an den Tisch schleicht,
muss nur ein wenig den Kopf heben, dann is(s)t er Auge in Auge mit dem köstlichen Teig.
Frauchen betritt just in dem Moment wieder das Zimmer,
als eine leckere Schnitte, sicher in zwei Fangzähnen justiert, vom Tisch transportiert wird
und schnell wird sie geschluckt, als man(n) Mama näher eilen sieht...
und dann treten Lukas fast die Augen aus dem Kopf,
denn das Eck war mit zwei kleinen, feinen Pepperonis drapiert...






Frohe Ostern

Oder: Wie werden ich in einer Minute knapp 300 € los?

 

Meistens spielen Hunde in meinen Geschichten die Hauptrolle. In dieser ist der Held ein Zweibeiner – Waldemar. Mein Nachbar. Ein Mensch, der in Zeiten, in denen sich jeder nur selbst der Nächste ist, ganz selbstverständlich Nachbarschaftshilfe leistet. Sich Zeit nimmt und dies mitten in der Nacht.

 

Karfreitag. Frühdienst. Der gesamte restliche Tag gehört den Hunden. Abends kommt spontan eine Freundin vorbei. Macht bei uns Zwischenstation. Hat noch ein Treffen in der Stadt, kann spät werden. Kein Problem, wofür gibt es Zweitschlüssel.

Ich mache es mir im Wohnzimmer bequem, lasse mit den Fellnasen den Tag ausklingen.

23:33 Uhr. Noch mal in den Garten, Hunde Gassi machen lassen und dann ins Bett.

Sehe, dass gerade ein paar Jugendliche auf dem Heimweg sind und gehe mit den Hunden zurück in den Flur...einer der lustigen Gesellen LÄUTET...

Denke mir „na warte“ und reiße die Tür auf, die Fellnasen wie Abfangjäger auf dem Weg zum Tor...der Letzte macht die Türe zu!

23:35 Uhr. Ich und das halbe Rudel im Garten. Die Türe zu. Der Schlüssel steckt. Von innen.

Kein Fenster gekippt. Die Kellergitter bewegen sich nicht einen Millimeter.

Mit einem Stein bewaffnet irre ich ums Haus. Die Hunde spüren allmählich, dass hier etwas nicht stimmt. Sind auffällig ruhig.

Was ist billiger: Schlüsseldienst oder Glaser?

Ich entscheide mich für den Schlüsseldienst.

Ein Blick auf die Nachbarn. Alles dunkel. Nur im Doppelhaus nebenan, ein heller Hoffnungsschimmer. 23:45 Uhr läute ich dort. Und mir wird geöffnet. Telefon und Telefonbuch gebracht.

Im Garten derweil die Hunde allein. Unter ihnen der mehrfache Medaillengewinner im Zaunhochsprung „Neo“, Bewegungsmelder „Luigi“, sowie Ausbrecherkönig „Karl“. Während es beim Schlüsseldienst anläutet, höre ich ein vertrautes Geräusch. Trippelschritte.

Und mit schnittig angelegten Ohren, ohne jegliche Reaktion auf mein Rufen, muss ich zusehen, wie Karl an mir vorbei ins Dorf stürmt. Während ich dem schläfrigen Herrn vom Notdienst meine Daten in den Hörer stammle, versucht mich mein Nachbar mit den Worten „der kommt schon wieder zu beruhigen“.

In 20 – 30 min. will der professionelle Türöffner da sein.

Zurück zu den anderen Vierbeinern. Mein Nachbar begleitet mich. Bei einem Zigarettchen erzählt er, redet  beruhigend auf mich ein. Wofür ich im Stunden später unsagbar dankbar sein werde.

Eine Stunde, die gefühlt ein halber Tag war, vergeht. Der Schlüsseldienst kommt nicht, dafür Karl! Grinsend – bis über beide Ohren lachend. Die vierbeinigen Freunde warten ruhig und  brav in der Garage...die nur notdürftig mit den Mülltonnen verstellt ist, da ja das Auto darin steht und das ist heute zugesperrt.

Erneuter Anruf beim Schlüsseldienst. Der wäre angeblich schon dagewesen...Ich bin Gott sei Dank nicht alleine. Jetzt spätestens hätte ich angefangen meinen Geisteszustand zu hinterfragen. Weitere 20 min. vergehen. Langsam nähern sich erlösende Scheinwerfer. Die Hunde sind unglaublich. Unglaublich brav. Mein Nachbar darf endlich zurück zu Frau und Bett. Unter einer Minute ist meine Türe offen. Und ich um 286 € erleichtert.

Eine halbe Stunde später liege ich im Bett, Adrenalinrauschen in den Ohren.

Morgens meldet sich meine Freundin...glücklich. Ich soll mir keine Sorgen machen.

Frohe Ostern!



Freitag der 13.


Seit Freitag den 13. März "hat es uns", kommen wir nur schwer zur Ruhe.

Opa Choise, 9 Jahre Zwingerhaltung - Border Collie mit einem großen Hang zum Extrovertierten - mittlerweile stolze 14,5 Jahre alt.  
Seit 5,5 Jahren lebt der alte Knabe bei uns. Auf einen nervenaufreibenden Start folgten wunderbare, gemeinsame, aktive Jahre. 
Bis vor Wochen konnten wir mit ihm lachen. Über seine tütelige, schrullige Art lachen. 
Über Nacht zogen Wolken auf. Sturmwolken. Demente Phasen, schwer verwirrte Phasen. 
Vor einem Jahr zeigte er kurz ähnliche Symptome. Medikamentöse Alternativen - aus dem psychiatrischen Alltag im Krankenhaus bekannt - für mich, für meinen Hund unvorstellbar. Die Flasche steht zuhause, im Schrank. Ich wollte keinen wegsedierten, vor sich hin tropfenden Hund. 
Welch unwürdiger Zustand für einen solch stattlichen Herrn.
Wir haben unseren Alltag ausgerichtet. An der Ernährung gefeilt. Mit Erfolg. Bis jetzt.
Was nun?
Wir haben eine Möglichkeit gefunden. Die Entscheidung war nicht leicht, wurde niemals leichtfertig getroffen.
Nach fachlichem Abwägen bekommt er ein neues, leichtes Psychopharmka.



Hau den - Lukas.
Oder - auch immer die andere Wange hinhalten - Lukas.
Die letzten Löcher - ein türkischgriechischer Übergriff - noch nicht ganz vernarbt, stellt Lukas sich Senior Choise in den Weg. Der Moment eines Anfalls und Scarface hat ein neues, Frauchen tief berührendes Loch in der Wange. Nur langsam heilt, was tief hineingerissen. Hoch dosiertes Mehrfach-Antibiotika ist notwendig. Einmal muss geschnitten werden.
Tapferer großer Lukas - macht alles mit, läßt sich brav spülen.
Und die Zeit heilt alle Wunden...



...auch Luigi ist auf dem Weg der Besserung. 
Das Röntgenbild zeigt: der Bruch der Epiphyse hat sich zur Hälfte stabilisiert. Schonzeit - fast - beendet. Möbel, Decken, Betten und die Mama atmen auf.


Mischa - einer der Ostblockrentner. 
Kam mit wackeligen Zähnchen. Mundgeruch. Dieser wurde schlimmer. Zähne unter Eiter. Eine OP notwendig, trotz seines betagten Alters unvermeidbar. Die untere Fressleiste hat ihre Mitte eingebüst. Reisser und Backenzähne konnten gerettet werden. 
Noch in Narkose schlafend zapfte Frau Doktor, intuitiv Blut ab. Sie ist ein Profi.
Man fand eine Anämie. Ursache? Was bei den Griechen Standard - bin ich bei den Slowaken nicht auf die Idee gekommen. Klassische Erkrankungen abchecken. Plötzliches Bewußtsein. Slowakei - Risikogebiet. Atem angehalten. Aber Gott sei Dank negativ. Bei der Kontrolle zeigt sich, daß die Medikamente greifen. Wir gegensteuern können.
Seit gestern ist für Mischa Sommerzeit. Die olle Strubbelwolle ist ab.



Kleiner Klaus - der andere Ostblockrentner.
Sein Handicap - Angst und Schmerzen. 
In letzter Zeit wurde es schlechter. Große, geweitete Augen, heftiges Erschrecken, plötzliches Schnappen. 
Ein Versuch mit Schmerzmitteln zeigt deutlich: Klausi hat Schmerzen, sehr starke Schmerzen.
Ein Röntgenbild muss her. Klaus stemmt sich gegen die Narkose.
Das Röntgenbild zeigt eine Spondylose in Lenden- und Brustwirbeln, Arthrose in den Hüften, links beginnend, rechts fortgeschritten. 
Alles wird nachvollziehbar.
Dann noch ein Zufallsbefund. Kam der Opi mit gut klingendem Herzen, rumpelt es nun und auf dem Bild findet sich ein vergrößertes Herz .
Schmerzmittel und ein ACE-Hemmer (Herzmedikamente) für Senior Klaus.
Seine Sehkaft hat sich fast vollständig verabschiedet. Kann dies gut kompensieren. Seine Stimme ist sein Echolot. 
Hat er uns geortet kommt er mittlerweile wieder glücklich lachend auf uns zugelaufen.


Dinoshase.
Dienstag, 31.3. sollte er endlich seine letzte Chemo bekommen. Gerupft wie ein Huhn sieht er derzeit aus. Büschelweise verliert er Haare. Ist lebenslustig, zwischen den Chemos kaum zu bremsen.
An diesem Tag ist die Blutungsneigung sehr groß. Unsere Tierärztin aber wachsam. Würde niemals auf den letzten Metern schluderig werden. Dinos zuliebe auf Nummer sicher gegangen. Termin verschoben. Nochmal 2 Tage päppeln.
Donnerstag. Ein letztes Mal sehe ich zu, wie Gift in seine Venen läuft. Spüre wie es seinen Herzschlag rasen läßt. Wie er sich matt an mich lehnt. Einzig die bezaubernde Silia motiviert ihn im Vorbeigehen zum Aufblicken. Liebevoll wird er gebetet. 
Dann ist es vollbracht. Die Chemotherapie liegt hinter ihm.
Eine gesunde Zukunft vor ihm.



Und dann Rico - mein Herz.
Vollblutarbeiter. Plötzlich humpelnd, hinten lahm gehend.
Ähnliche Symptome im Vorjahr. Mit zarten 5 Jahren findet sich Spondylose in Lenden- und Brustwirbeln. Das Röntgenbild zeigt sie wenig verändert. Sehr gute Hüften.
Aber das Sprunggelenk. Dick, arthrotisch, Gewebsvermehrung. Diagnostik läuft.

Es ist schwer zu beschreiben.
ICH LIEBE ALLE MEINE HUNDE. 
Nur weil ein Hund alt ist, oder noch nicht so lange bei uns...es tut immer weh, wenn sie nicht gesund sind.
Nuacen bestehen, obwohl sie mich beschämen.
Man macht sich Gedanken.
So viele Zivilisationserkrankungen - nun auch bei unseren Hunden.

Gerade schlafen sie - alle - friedlich. Was gibt es Schöneres? Was gibt mehr Kraft?
Kraft für den nächsten Freitag den 13. und die Zeit danach.

Ich wiederhole mich, aber ohne meinen Tierarztengel, eine echte Wunderfrau und ihr umwerfendes Team an der Seite wäre es unerträglich!
Besondere Menschen, denen ich ein Leben lang dankbar sein werde, denn ihre Arbeit kommt vom Herzen. Wertvoll, einzigartig - ein großes Geschenk.

Und Kerstin möchte ich erwähnen - Emergency Schwester - die den Opas Eisen und Vitamine besorgt und uns ein großes medizinisches Care Packet bis zur Haustür gezaubert hat - Danke!



Margas - Nachruf für einen tapferen alten Herrn


Vor ein paar Wochen bekam Vasso einen Anruf, dass ein Hund die ganze Nacht gejault hat. Als Vasso hin kam fand sie Margas, einen sehr alten Terrier- Griffon Rüden, der in einer Spalte eingeklemmt war und mit eigener Kraft sich nicht befreien konnte. Er war so abgemagert, dass er kaum noch auf den Beinen stehen konnte. Vasso ging mit ihm sofort zum Tierarzt, der lächelnd das hohe Alter von Margas mit den Worten: "Jahrgang 1821" bestätigte.
Vasso nahm ihn im Tierheim auf, päppelte ihn und gab ihm schmerzlindernde Medikamente.


Am 16. März sollte er ausfliegen. In ein warmes Bettchen in unserem Seniorenzimmer. Es war gut durchdacht. 
Unser Engel von Tierärztin hatte Unterstützung zugesichert. 
Der Urlaub für ihn war geplant.

Am Freitag schickte uns Wula ein neues Video. Vermutlich ist Margas blind. Das Gangbild traumatisiert und kraftlos.
Als er an einem Reifen anstößt, bleibt er wackelig stehen. Schüttelt sich. Wirkt irritiert, aber voller Interesse.


Heute morgen - Gedankenübertragung, gleich schlagende Herzen.
Ein Anruf bei Wula. Ich möchte ihr sagen, sie darf den nächstmöglichen Flug buchen.
Wula hat traurige Nachrichten. Margas hat seinen Kampf verloren. Er ist gestern Nacht gestorben.
Friedlich eingeschlafen, angekuschelt an Tango, einen Hundefreund. 
Er war nicht alleine.

Lieber Margas - es tröstet mich, daß du friedlich gehen konntest. Wir wünschen dir Frieden.
In unserem Herzen werden wir uns immer an dich erinnern. 
(02.03.2009)


 


Dinos Wagen ist voll beladen...


...mit lauter leckren Sachen.

Dinos hat ein unglaubliches gesundmach-wirdenkenandichunddrückendiedaumen Paket bekommen!!!
Wenn er abends mit wiedergekehrtem Appetit vor seiner Futterschüssel, gefüllt mit den leckersten Dingen steht, geht jedes mal ein ganz lieber Gedanke an Angelika (Cats&Dogs Wenzenbach) und Heinke& Bastian - für eine Wagenladung voller toller Sachen.

Angelika, du wunberbarer Mensch - wir danken dir von Herzen!!!



Auf die Eiszeit folgt die Sintflut...


...und auf die Krankserie im Rudel folgt ein Frauchen mit Magen-Darm-Infektion.

Daher muss der Trainingsstart noch eine Woche warten.

Und dann können wir hoffentlich mit einem abgetrockneten Platz und allen Kräften wieder durchstarten. (10.02.09)




Der ganz normale Wahnsinn...

Dinos und der Krebs.
Ich bin Krankenschwester. Und ich habe schon einige Chemotherapien in der Humanmedizin begleitet. Erfahrungen und Erlebnisse die sehr stark prägten.
Die Begleitung bei Dinos ist etwas anderes. Emotional ein Weg durch die Hölle in Achterbahnen. 
Dinos kann mir nicht sagen, wenn es ihm schlecht wird. Er kann nicht davon berichten, was ihm weh tut. Er kann mir Sorgen und Ängste nicht mitteilen. 
Ich kann ihm nicht erklären, was mit ihm und in ihm passiert. 
Ich kann nur für ihn da sein. Ihm Zeit schenken. Und Liebe. Streicheleinheiten und Zuwendung. 
Dinge, die sein bisheriges Leben nicht für ihn bereit hielt.

Der Rest der Truppe - auch etwas angeschlagen. 
Mischa hat sich eine altersmüde Kralle im Eis gezogen, die nicht heilen will. Muss gespült und vor jedem Gang nach draussen eingewickelt werden. 
Cuba hat gestern gebrochen, Billie heute (meine sensiblen Mädels). 
Klaus benötigt Spülungen an seinem Piselmann, der sich entzündet hat...

Heute morgen ein SMS von Antje. Ob ich ein Stück Fahrt übernehmen könnte. Eine bitterarme Hundeseele könnte in ihr neues Zuhause bei Bayreuth. Ein freier Tag. Natürlich fahre ich. Abends. Nach Passau und zurück. (Siehe Anhang: "Großer Bahnhof für Frieda")

Ein paar Telefonate. Manche warten schon länger auf den Rückruf. E-mails beantworten. 

Raus mit dem Rudel. Frische Luft. Abschalten. Einfach nur laufen und dabei auftanken.

Dann gibt es da noch einen Haushalt, das Studium, die Arbeit, Familie, Freunde und natürlich die große Leidenschaft, das Hundetraining. 
Der Platz vereist. Mein Knie noch am heilen.

Man muss immer wieder Prioritäten setzen und nun war es der Trainingsplan, der warten mußte. Wozu mir der Kopf fehlte.

Ab 8.2. gibt es wieder Training - dem Wetter ein Schnippchen schlagend, machen wir mit Stadt- und Aussentraining weiter.
Der Plan folgt diese Tage. Versprochen.


Großer Bahnhof für Frieda (.pdf, 95 KB)



Ein ganz großes Dankeschön


Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, daß bei diesem Anblick sogar die kleine, verhuschte Cuba lachen mußte.

Und dieses Lachen hat ihr und den Pflegenasen Angelika von Cats&Dogs in Wenzenbach auf´s Gesicht gezaubert. 

Ein ganz herzliches Dankeschön für diese riesengroße, leckere Futterspende!!!


Liebe geht durch den Magen -  bei Zwei- wie bei Vierbeiner!
Danke Bastian und Heinke, ihr seid wunderbar!




Ein neues Leben hat begonnen - Klaus, der Nitraprinz


So habe ich mich in ihn verliebt...
Klaus, ein bitterarmer, alter Spitzmischling, verloren im Meer voller Hunde in Nitra.
Mit leerem Blick. Einsam und sich aufgebend.

Viele haben mitgefiebert. Viele haben ihn mittlerweile kennengelernt.

Für die, die auch gerne an diesem Glück teilhaben wollen - Bilder von Klaus, nur zwei Monate später.






Klaus kann wieder lachen - das Leben ist in seine Augen zurückgekehrt!!!





Eiszeit...


Das Jahr fängt "gut" an...

Seit dem Wochenende herrscht auf dem Trainingsgelände Eiszeit. Schweren Herzen muss deshalb der Trainingsbetrieb eine Pause einlegen. Die Verletzungsgefahr für Mensch und Hund ist zu groß.

So wie es möglich ist, gebe ich Entwarnung.

Ich wünsche allen Zwei- und Vierbeinern, daß sie heil durch diese unwegigen Zeiten kommen und freue mich sehr auf ein (hoffentlich baldiges) Wiedersehen!!!




Januar 2009



Glücklicher Mischa

Rasant hat er sich erholt.
Rasant hat er sich in unser Herz geschlichen.
Rasant saust er mit seinem Rudel über den Platz.
Rasant konnte er die Grauen der Vergangenheit vergessen.






Weihnachstfeier Hauptsache Hund


Eiskalter, munterer, bunter Jahresabschluß.



Und alle warten aufs Christkind!




Weihnachten 2008


Eines meiner größten Geschenke in diesem Jahr ist der kleine große Klaus.

Klaus, der Verlorene, aus einem Meer von armen Hundeseelen im Auffanglager von Nitra.

Klaus, der Mutige, der Zähne zeigte in seiner Angst und Panik. 

Klaus, der Tapfere, der trotz unglaublicher Schmerzen mit steifen Beinchen zu uns marschierte.

Klaus, der Bezwinger, der seine Vergangenheit ablegen konnte und Vertrauen fasste.

Klaus, der Chameur, der das ganze Rudel für sich eingenommen hat.

SantaKlaus, der mit zurückgekehrtem Glanz in seinen Augen schöner leuchtet als jeder Christbaum.


Dieses Bild, daß Antje bei ihrem Besuch bei uns gemacht hat, widme ich von Herzen einem fantastischen Menschen - ohne den dies nicht möglich geworden wäre:
Unserer unglaublich engagierten, mutigen und liebevollen Tierärztin - 
Danke und nochmals Danke, daß es sie für uns gibt!




Die Geschichte vom Zinnsoldaten - Karl II

17.12.2008: Eine Mail von Antje erreicht mich...trotz allem Hoffen gibt es neue, sehr traurige Meldungen aus Nitra. 
5 Hunde sind ins Lager gekommen, 5 bitterarme Seelen. Darunter ein steinalter Spitz-Opi - Karl II.
Gefunden in einem Rinnsal. Verwirrt, desorientiert. Steif, wie ein Zinnsoldat, irrt er durchs Lager. 
Eva aus Nitra hat leise Hilfe gerufen. Hilfe, für diese arme, alte Seele.
Und auch ich habe diesen Ruf gehört und mein Herz hat zurückgerufen.
Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, eine Welle an Hilfe lief an. Ein letzter Transport für dieses Jahr wurde aus dem Boden gestampft. 
Für weitere 13 Hunde sollte es die Chance auf dem Weg ins Glück werden. 13 gerettete Seelen. Nur eine wurde immer stiller und blieb plötzlich aus. 
Der kleine Zinnsoldat - für ihn kam die Hilfe zu spät. Karl II ist tod. Am Tag vor der Fahrt, gab sein kleiner erschöpfter Körper den Kampf auf.
Er war schon so nah. Es tut unglaublich weh. 
Macht all das Sinn?
Hätte es mehr Sinn gemacht, hätte er hier sterben dürfen. Oder sollte es so sein, daß an seiner Stelle Karl III, der etwas jüngere, 10jährige, ebenfalls leidgeprüfte Spitzbruder kommen durfte?
Ich muss noch viel lernen. Muss lernen mein Herz zu schützen. Muss lernen, daß das Schicksal manchmal eigene Wege geht.
Karl II, du bist in meinem, im Herzen all derer, die um dich gekämpft haben. 
Ich werde dich nie vergessen.


ausmalbild @ [theater] Dimbeldu . hier klicken




Mischa (Phillip)


13.12.2008
Nahe Passau treffe ich spät am abend Carina und ihre Tochter Antonia.

Die beiden haben den langen Weg durch Österreich auf sich genommen und mir Mischa und Pepe, den Beagel (für den wir eine kurze Zwischenstation auf seinem Weg ins Glück sein dürfen) gebracht.

Mischa, ein ca. 10+x Jahre altes Minischnauzerchen. Noch nie habe ich eine optisch derart geschundene Fellnase  aufgenommen.


Er macht einen räudigen Ersteindruck (was sich im Laufe der folgenden Tage leider bestätigen wird). Der kleine Kerl kommt mit hohem Fieber, weit über 40°C. Er hustet schwer und grün tropft es aus seinem Näschen. 
Schnell zeigt sich, daß sein rechtes Hinterbein schmerzt, er belastet es beim Laufen nicht.
Beim ersten medizinischen Check findet sich Schrott in dem kleinen Körper und ein ausgeleiertes Herz schlägt in seiner Brust. Die rechte Hüpfte ist gebrochen, das Knie kaputt. Der kleine Körper kämpft gegen eine schwere Infektion.
Eigentlich ein paar Funde zu viel. 
Was steckt dieser kleine Opi weg. Läuft glücklich am Platz. Jagt den Großen ihre Bälle ab. Rollt und schiebt sich über Rasen und Teppiche und erzählt dabei Geschichten der Freude. Freude hier zu sein, dabei zu sein. 
Seit sein Bettchen neben dem meinen steht, rollt er sich abends friedlich ein und murmelt uns alle in den Schlaf.

Mischa und Klaus, die zwei Ostblockbrüder.
Wenn ich in ihre Augen blicke, schäme ich mich manchmal ein Mensch zu sein.




Ein Tröpfchen für ein armes Söckchen



Am 13.12.2008 durften wir bei Angelika Inhofer von Cats&Dogs in Wenzenbach einen Stand zugunsten von Vassos Hunden in Thessaloniki machen. 
Dank dieser tollen Aktion und Angelikas umwerfenden Engagement ist an diesem Tag ein großer Tropfen für die Notfelle zustande gekommen.

Liebe Angelika, ich danke dir von Herzen - bist ein riesen Schatz!!! 
Ein Schatz mit einem traumhaften Laden - zwei gute Gründe, warum wir immer wiederkommen werden!

Unterstützt wurde ich von vier ganz besonderen Menschen, denen mein aufrichtiger Dank gilt - ohne euch wäre es kalt gewesen und ihr habt entscheidend mit zum Erfolg beigetragen, Danke -
Heinke -  für eine mitternächtliche Backaktion ("Käsefüße mit und ohne Schimmelpilz" u.v.m.)
Bastian - für die Versorgung mit Kaffee und guter Laune
Petra - für eine selbstlose Hin- und Herfahrt der Tische und Bänke (v.a., da unsere Kombination immer gefährlich für ihr Auto endet)
Conny - die trotz Erkältung der Kälte trotze und mit guter Laune uns tatkräftig unterstützte

Allen, die sich an der Aktion "ein Tröpfchen für ein armes Söckchen" in Form von Spenden mitbeteiligten, möchte ich an dieser Stelle ebenfalls danken. Jedem. Ohne euch geht es nicht. Danke!


Ein Tröpfchen für ein Söckchen 2008 (.pdf, 94 KB)



Ni.K.o.LAUS

Das habe ich vor Wochen bei Gesa im Forum entdeckt und auf Antjes Seite (www.aktiontiereinnot.de) nachgelesen:

"Das Tierauffanglager Nitra ist ein Provisorium - kein Ort an dem ein Tier seine Ruhe findet. Dennoch haben wir dort unzählige Hunde, bei denen wir die Befürchtung haben müssen, dass sie das Lager bis zu ihrem Tod nicht mehr verlassen düfen. Und es sind genau die Hunde, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. 

Ich lasse die Bilder sprechen. Worte könnten nicht ausdrücken, was die Blicke dieser Hunde zu sagen haben..."

...an diesem Häufchen Hund bin ich dann kleben geblieben und er verfolgte mich in meine Träume (und ich träume nicht wirklich oft):


Aus Ni.tra k.am ko am Nikolaus der K.LAUS!


"Unser Prinz. 
Ihn zieht es zu den Menschen. Er will immer bei ihnen sein. Ist schon betagt. Und ein Spitzlein. Das bedeutet, dass er wie alle Spitze große Probleme hat, wenn man ihn auf den Arm nehmen will. Dann zwickt er. Für mich kein Problem. Mit Behutsamkeit und Liebe lässt sich alles schaffen. Dieses Hündchen muss so schnell wie möglich aus dem Lager. 
Seine Traurigkeit ist unermesslich."

Heute (07.12.2008) abend wird er ankommen, der Klaus. 

Ein Hund konnte also gerettet werden, das Elend in Nitra an sich bleibt aber :-(((


Update (22.00 Uhr): Nun ist er da, der kleine Prinz - ein lebendiges Bündel Elend. Überzeugt davon, daß er sich hier ggfs. durchbeissen wird. Ein wenig kann er schon aus der Hand nehmen, ansonsten hat er mich zum Fressen gerne. Immerhin war es kein Problem, das er aus seiner stechend riechenden Box in eine luxuriös eingerichtete Einzimmerappartmentbox umzog. Was muss dieser zierliche Kerl erlebt haben...

Tag 1: Nach Runden steht es 2:0 für Klaus. Es war ein Drama ihn aus der Box zu bekommen und noch dazu irgendwie ein Geschirr oder zumindest ein Halsband an den Mann zu bringen. Im Sozialverhalten zeigt er sich als ein sehr netter Zeitgenosse gegenüber Seinesgleichen - immerhin :-)
Nach dem ersten gemeinsamen Spaziergang dann ein unglaublicher Moment: wir kommen ins Haus zurück, ich setze mich noch etwas zu dem kleinen Prinzen, der während der Gassirunde immer wieder ganz zarten Körperkontakt gesucht hat und siehe da, ohne Schmarrn, Klaus streckt mir sein Pfötchen entgegen...wie wenn er einen Pakt mit mir schließen wolle.



Tag 2: Der Pakt den wir fürs Erste geschlossen haben, enthielt eine Wellnesseinheit und großen Gesundheitscheck bei unserer Tierärztin. Nachdem klar war, wie schwierig das für Klaus werden würde, haben wir ihn etwas schlafen gelegt...und als er dann friedlich schlief kam der Eierdieb (denn meine guter Engel von Frau Doktor, wollte es dem kleinen Mann nicht antun, daß er sie in Bälde wiedersehen muss und flexibel, wie nur sie es ist, Schritt Frau zur Tat). Im Anschluß kämpften sich gleich zwei Damen durch den Filz, retteten Fell wo es irgendwie ging, was übrig blieb war trotzdem nicht fiel...

Gegen 16:05 Uhr Ortszeit war Klaus dann wieder bei Kräften und hätte mich auch gern wieder gelöchert, die Wehemenz hinter der Attacke aber mit einer deutlich weniger panikartigen Qualität. Für den restlichen Abend schlossen wir einen Waffenstillstand und wenn Klaus auch noch das Vertrauen fehlt, für kurze Augenblicke konnte er Körperkontakt aufnehmen und Wärme austauschen - bevor er wieder schnell die Notausgänge checken mußte.

Unser größtes Ziel ist es nun Glanz in diese leeren, mit dem Leben abgeschlossenen Äuglein zu bringen und Klaus Vertrauen dauerhaft zu gewinnen.




Glück ist ein bisschen die Kunst, kein Pech zu haben (G. Ruge)

Der Winter naht, die Tierheime sind voll...wir möchten noch einmal einer armen Seele einen warmen Platz geben - Bravo!

Doch seit einiger Zeit sehen die griechischen Behörden das personifizierte Böse in uns deutschen Tierschützern und Hunde aus Griechenland werden nur ausgeführt, um in deutschen Versuchlabors zu landen - so die Annahme, denn wer möchte schon einen griechischen Streuner und betreibt dafür einen derarten Aufwand... 
So gibt es neue Bestimmungen: die Tierschützerin vor Ort benötigt eine Vollmacht, daß sie für einen deutschen Endplatz den Hund ausfliegt. Hierzu benötigt der deutsche Tierfreund eine Bestätigung/ Beglaubigung, daß seine Unterschrift auch die seine ist. So weit so gut...
Doch dann beginnt die Odyssee im deutschen Behördendschungel (zumindest in meiner Region):
- die Banken, und hier war es egal welche, sind sich nicht sicher, ob sie das einfach unterschreiben können
- die Polizei ist sich immerhin sicher, daß sie es nicht unterschreiben darf und verweist freundlich auf die Marktverwaltung
- die Marktverwaltung ist irritiert ( das Schreiben ist noch dazu in englisch) und sucht im Gesetzestext Halt - und dieser besagt, daß sie dies nur für deutsche Behörden tun kann, nicht aber für eine Ausländische (EU ??? und ist eine Fluglinie eine Behörde???) und verweist mich, mittlerweile aufgelöst, an einen Notar
- der Notar überschlägt sich, zeigt sein Entgegenkommen indem er es mir ohne Termin ermöglichen möchte, die Bestätigung heute noch zu bekommen und teilt mir dann mit, was das kosten wird ( und das möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen)

Und dann hatte ich eine rettende Idee und einen Tierfreund zur Seite.

Nun warten wir gespannt, was am Donnerstag in Griechenland passiert und hoffen auf ein bisschen Glück.
(4.11.2008)

P.S.: Es hat dann alles geklappt, der Stempel wurde akzeptiert, Bravo und Allegra durften ausreisen!





Bilbo - mein Schatz, und ein Jahr gute Zeiten - schlechte Zeiten!


Ehrlichiose positiv, jede Menge Schrotkugeln und mindestens fünf großkalibrige Geschosse im kleinen Körper - eines davon sitzt an einem Nervenstrang der die Blasenfuntkion steuert...Inkontinenz ist die Folge, ein völlig zerstörter linker Vorderfuß  (den nur eine Platte und 8 Schrauben zusammen halten) - nachdem man über ihn drüber gefahren ist, blasse Schleimhäute, ausgemergelt und immunschwach...
Tage an denen jeder Schritt ihm zufiel ist, mir der Anblick körperliche Schmerzen bereitet...
Hilflos steht er dann irgendwo und schaut mich aus weitgeöffneten Augen an, gibt mir zu verstehen, daß heute einer dieser Tage ist, ein schlechter und er gerne kommen würde, aber im Moment nicht kann...schlechte Zeiten!


Glückliche Augen strahlen mich an, mit einer Freude hopst er wackelig auf mich zu und wagt sogar tollkühn etwas an mir hochzuspringen, der kleine Schwanz wackelt  stets aufgeregt hin und her. 
Die wüsten Anmachspiele von Cuba werden mit einer Miniaturlaufeinheit beantwortet und die Todfeinde am Zaun mit einem unglaublichen Spurt verfolgt und lautstark terrorisiert.
Er freut sich kommentierend über das Abendessen und verfolgt jeden Napf, bis auch endlich der seine vor ihm steht.
Auf der gemeinsamen Runde mit Cuba, wird keine Gelegenheit ausgelassen ein Duftmarke zu setzen und jede noch so winzige Bodenerhebung wird ausführlich beschnüffelt...gute Zeiten!



14.9.2008 - 2. Tag des Hundes


Nachdem das vortägige Wetter mich 24 Stunden in Angst und Schrecken versetzt hatte, ob das ganze Unterfangen denn irgendwie doch noch klappen wird, bescherte uns der Tag selber dann schönes (eiskaltes) Wetter...nachdem ich laut getönt hatte, alles außer Regen, bleibt es mein Planungsdefizit im September nicht an Glühwein und einen Stand für Winteroutdoorbekleidung gedacht zu haben...
Umso schöner, daß die Unmenge an Vorarbeit, die vielen Helfer und vor allem ein paar arme Fellnasen der Treuen Pfötchen - denen der Erlös der Tombola zugeht - dann doch mit zahlreichen Besuchern belohnt wurden!

Pünktlich um 10 Uhr ging es los und weniger zögerlich als im Vorjahr, trafen die ersten Besucher ein.
Etwas verspätet ging es mit der Reise nach Jerusalem los.11 Teams starteten wagemutig ihren Weg, verloren unterwegs etliche Gefährten, bis sich zum Schluß die Exiltürkin Funny mit  Frauchen Gisa den 3 Platz sicherte, dicht gefolgt von der Regensburgerin Amy mit Zweibeinerin Denise, die lediglich von der Exilgriechin Chica und ihrer Chefin Inge geschlagen werden konnten.
Gegen 11 Uhr machten sich unsere Chefköche - Bernd Brauner, Bernhard Hiltl und Tom Lehner - daran, Grill und Gemüsepfanne kräftig einzuheizen. Vegetarisches und Nichtvegetarisches gingen gleichermaßen an den Start und waren in nur wenigen Stunden restlos verzehrt!
Gut gestärkt standen 30 internationale Teilnehmer am Start des Hunderennens.
Bei den kleinen Hunden siegte Nena von Eva Meier, vor Avra (treues Pfötchen) von Judith Wildau und Linu von Nadja Sassmann, bei den Großen führte die Spitze der Windhund Lympie von Claudia Prather an, dicht gefolgt von Second-hand-Schäferhündin Emily von Kerstin Weichinger und Windhund Timmy, ebenfalls Claudia Prather. 
Außer Konkurrenz kamen die beiden Brüder Zorro und Gino (Border Collies, 10 Wochen) von Familie Stupperich ins Ziel, die auch die jüngsten Teilnehmer des Tages waren!
Als Aushängeschild für alle Senioren schlug sich die älteste Teilnehmerin des Tages Tanka (Collie-Mischling, 14 Jahre) von Uli Hoffmann tapfer beim Hunderennen, sowie beim anschließenden Sechskampf.
Im folgenden 1. Waldetzenberger Sechskampf sahen sich die Teams mit unterschiedlichen Disziplinen konfrontiert:
1. nonverbales ablegen ins Platz, 2. Fussstrecke mit 10 Memorystopps, 3. Leckerchen-tief-tauchen, 4. Apportierrennen, 5. Stäbchen-Frolic, 6. Leckerchen fangen
Den dritten Platz erkämpfte sich Uli Hoffmann mit Leika, auf Platz 2 kam Thomas Druxeis mit Ruffy und über einen ersten Platz freute sich Jutta Lapöck mit Artus.
Schlag auf Schlag ging es weiter mit dem Hürdenlauf: Claudia Prather erlief sich hierbei Platz 3 (Timmy) und Platz 2 (Lympie), PLatz 1 belegte eine stolze Ute Brendel mit Ronja (Die liebe Ute hatte am frühen Nachmittag doch noch den weiten Weg auf sich genommen und das hat sich auf alle Felle gelohnt!).
Für alle, die der zunehmenden Kälte trotzten, folgte abschließend noch ein Agilityspiel. Hierbei mußten in Teamwork Punkte im Parcour gesammelt werden. Ausreichend für eine 3. Platz sammelten Kerstin Weichinger und Balu, Sarah Djamali mit Niru für Platz 2 und ein strahlender Überraschunssieger, Thomas Druxeis mit Ruffy, für Platz 1.

Gegen 21:30 Uhr verliesen uns die letzten guten Geister und wir machten uns auf dem Heimweg. Die Füße nach diesem anstrengenden Tag hochlegend, blickte ich noch einmal auf diesen Tag zurück:
Mit Stolz und Faszination erfüllte mich der Anblick, der (laut Liste 87!) frei laufenden, unterschiedlichen Hunde, die überwiegend gut miteinander harmonisierten ( einzig Jogischatz mußte mit etwas gelochtem Fellkleid heimfahren...).
Es gab viele schöne, teils viel zu kurze Momente mit Menschen, länger nicht gesehene Hundefreunde und glückliche Wiedersehen mit ehemaligen Pflegenasen und ihren neuen Familien, Sportliches und Lustiges.
Der Erlös für die Treuen Pfötchen aus der Tombola erbrachte nennenswerte 355.-€!
Von Herzen bedanken möchte ich mich bei:
Marion und Markus - für ihr Organisationstalent an der Anmeldung und das lange Aushalten in der Kälte
Ingrid - und ihrem stundenlangen Einsatz für unsere Tombola
Regina und Dagmar - die sich um die Getränke kümmerten (und mit 36!!! Litern die Kaffeemaschine zu Tode kochten) und die Lebensmittel bis auf den letzten Krümel an den Mann und die Frau brachten
den drei Herren - Bernhard, Bernd und Thomas - vom Grill, ohne die wir nichts zu essen gehabt hätten
Angelika von Cats&Dogs aus Wenzenbach und ihrem Mann - für einen ganz tollen Verkaufsstand
Gerd - für zahlreiche Einkaufsfahrten und ein effektives brainstorming im Vorfeld
Conny und Monika - für ihre Hilfe beim Zeit nehmen und auswerten
zahlreichen Tombola-, Kuchen- und Salatspenderinnen
Wolfgang - für eine rührende Verfilmung des Tages - so daß ich mit Abstand auch gesehen habe, was da eigentlich los war...
sowie allen, die dabei waren und somit zu einem schönen, erlebnisreichen Tag beigetragen haben!!!



Luigis Ankunft


Am 30.Juni erblickte er das Licht - Luigi - Spross und Nachkomme von Emily, der unglaublich schnellen und heftig rinderscheuchenden, langbeinigen, hübschen, tricolor Borderine und dem unbeschreiblichen, einzigartigen Einstein, seines Zeichen Vorzeigerüde seiner Rasse, beide von Stupperichs.
Luigi wuchs mit seinen 9, ebenso bildhübschen Geschwistern in der wunderschönen Idylle hoch über Wiesent und tief drunten im Tal auf dem Hofe Stupperich auf.


Was Frauchen und die nette Dame, die da ab und an herangedüst kam für den Kleinen sich ausgedacht hatten, konnte er natürlich nicht erahnen - Therapiehund, was das bedeuten soll...
Die entscheidenden 8 Wochen seines Lebens hinter sich gebracht, kam der große Tag - der Tag auf den sich Mensch so sehr freut - Umzugstag.
Ein letzter gemeinsamer Spaziergang mit den Geschwistern, Mama und Frauchen den Hang hinauf (zwei Schwestern machten auf diesem Weg eine sehr unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Elektrozaun...), eine letzte gemeinsame Mahlzeit in der Küche, das letzte Mal ein herzhafter Snack von Mutters Brust und plötzlich fand man sich in einer dunklen Box wieder und ein Auto setzte sich von der Heimat fort in Bewegung. Kurz dachte der Spatz wohl nur an einen schlechten Scherz und das Wehklagen ebbte wieder ab, aber dann...das Auto bleibt nicht stehen und es dreht auch nicht um...setzt eine laute Klage ein und eine kleine Welpenwelt zerbricht.
Das zukünftige Frauchen ist nicht aus Stahl und so hofft sie, auf einen kleinen Atemzug der Stille und als dieser kurz vor Wiesent eintritt, pflückt sie den kleinen Prinz aus seiner Box und auf dem Schoß der Frau, die man nun schon ein paarmal beschnüffeln durfte, schläft Mann seiner neuen Zukunft entgegen...und die wartet schon schwanzwedelnd auf ihn.
Sie sind anfänglich nicht begeistert, die Häuptlinge, aber sie sind sehr lieb mit dem neuen Bruder und in dem Staubwedelduo Jessika und Beba findet er schnell Spielgenossinen. Klein Luigi schläft viel an diesem ersten Tag - so viel, was sein kleines Borderhirn zu verarbeiten hat. Immerhin der erste Tag endet nicht mit einer weiteren Wehklage, sondern nur mit einem Stoßseufzer.